frankfurterkreuz.net

http://www.frankfurterkreuz.de/fknet/

Systematik: ID-Archiv id-e-7342


Status: Changed
Checked: 03-03-02 03:59:01 PM

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Selbstdarstellung:
Das Frankfurter Kreuz, unter Netzbedingungen betrachtet Auf der Baustelle des "frankfurterkreuz.net" wird das Konzept der Ausstellung "Frankfurter Kreuz. Transformationen des Alltäglichen in der zeitgenössischen Kunst" aufgegriffen und auf den Netzraum des World Wide Web projiziert. Dabei geht es jedoch nicht darum, im Medium Netz bzw. WWW etwas nachzuspielen oder zu spiegeln, was dezidiert für andere Medien konzipiert ist (und im Kunstraum der Schirn sowie im Katalogbuch seine Umsetzung findet), sondern um eine Kontextualisierung des Ausstellungskonzeptes "unter Netzbedingungen" bzw. seine Erweiterung ins Netz hinein. Ausgangspunkt und Brückenpfeiler sind einerseits die in der Ausstellung (und im Rahmenprogramm) "Frankfurter Kreuz" vertretenen KünstlerInnen und ihre Arbeiten, andererseits die Schlüsselbegriffe aus Annette Tietenbergs kuratorischem Konzept: Die Frage nach "Transformationen des Alltäglichen in der zeitgenössischen Kunst"; und der Focus auf Frankfurt als "generic city", deren wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen (Trans-)Formationen der vergangenen vier Jahrzehnte als beispielhaft für die Entwickung urbaner Räume betrachtet werden können, zugleich jedoch spezifische Charakteristika aufweisen - die ihrerseits wiederum auch die Produktions- (und Rezeptions-)bedingungen der in diesem Umfeld lebenden und arbeitenden KünstlerInnen mitbestimmen. Von hier aus werden - im Sinne der Erschliessung eines Assoziationsfeldes - "im Netz Netze ausgeworfen". Eingefangen werden sollen dabei zum Einen jene Verbindungen und Netzwerke, in denen sich die in der Ausstellung vertretenen KünstlerInnen im WWW bewegen; zum Anderen jene Koordinaten des urbanen Gefüges der "generic city", die für Frankfurt als Kultur-, Sozial- und Wirtschaftsraum bzw. die diesen Raum strukturierenden Datenflüsse und -netze charakteristisch sind. In beiden Fällen führt die Extension zu einer Erweiterung der Perspektive über die Grenzen des Frankfurter Raums hinweg. Zwar bildet dieser nach wie vor das Zentrum des Gravitationsfeldes, doch zugleich wird es in diesem Zuge möglich, auch über den lokalen Bezug hinaus im Netz bzw. WWW nach künstlerischen Interventionen zu fragen, die "das Alltägliche [erforschen], den unauflöslichen Rest, der übrig bleibt, wenn strukturierende Aktivitäten der Ökonomie, der Wissenschaft, der Technologie, der Verwaltung, des Konsums und der Massenmedien den Alltag kolonisiert, die öffentlichen Räume definiert und die wesentlichen Handlungen reguliert haben" (vgl. Annette Tietenberg in ihrem Basiskonzept zur Ausstellung "Frankfurter Kreuz"). Wenngleich das "frankfurterkreuz.net" damit einige Ausfahrten anbieten wird, die als "Reisewege zur Kunst im Netz" (ver)führen wollen, versteht es sich allerdings nicht als "Netzkunst-Ausstellung" bzw. "Ausstellung webbasierter Kunst" - sondern vielmehr als ein der Ausstellung assoziierter Versuch, das "Frankfurter Kreuz" unter Netzbedingungen zu betrachten. (Verena Kuni)