art.net.dortmund.de

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Selbstdarstellung:
art.net.dortmund.de: Stadt Dortmund und hARTware projekte planen eine internationale Plattform für Internetkunst. Unter der Adresse art.net.dortmund.de entsteht in Dortmund derzeit ein internationales Forum für Internetkunst. Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt sollen hier öffentlich ihre Werke präsentieren, die auf das Netz der Netze als Darstellungs- oder Produktionsmedium wesentlich angewiesen sind. Daneben dient die Plattform als Workstation, in der Kunstschaffende neue Projekte entwickeln, Software-Bausteine austauschen und miteinander in den Dialog treten können. Die neue Plattform wird von der städtischen Dortmund-Agentur zusammen mit dem Medienkunstverein hARTware projekte entwickelt. Für die Konzeption und Umsetzung des Projektes konnte der spanische Künstler Daniel Garcìa Andùjar gewonnen werden. Im Mai wird das Projekt in Dortmund mit weiteren Künstlern und Experten diskutiert und optimiert. Im Sommer 2001 gehen die ersten Kunstprojekte ins Netz. art.net.dortmund.de ist ein Baustein in dem Plan, Dortmund als bedeutenden Standort für Medienkunst zu etablieren. Für Dortmund als "Standort" für das Projekt spricht die große Bedeutung der Software für den Wirtschaftsstandort Dortmund: Die technischen Möglichkeiten der IT-Firmen und die Kreativität der Internet-Kunstschaffenden, die selbst häufig die Grenzen des technisch möglichen ausloten, werden sich gegenseitig ergänzen und befruchten. Die Dortmund-Agentur, das Kulturdezernat und hARTware projekte stoßen mit diesem Projekt in eine Lücke, die in der net.art-Szene entstanden ist. Kunstschaffende waren neben Wissenschaftlern die ersten, die das Internet für ihre Zwecke entdeckten und nutzten. Mit Engagement hatten sie Mitte der 90-er Jahre begonnen, eigene Infrastrukturen im Netz aufzubauen. Wegen fehlender finanzieller Unterstützung mussten sie zum großen Teil wieder aufgegeben werden. Die Idee des neuen Forums stieß deswegen bei ersten Kontakten am Rande des Medienkunst-Festivals Transmediale.01 in Berlin Anfang Februar 2001 auf Begeisterung. Den Aufbau dieser Plattform organisiert die städtische Dortmund-Agentur, die auch den Internet-Auftritt der Stadt unter www.dortmund.de gestaltet. Eng kooperiert wird mit dem Medienkunstverein hARTware projekte, Dortmund, der mit Ausstellungen wie "Reservate der Sehnsucht" (1998, ehemalige Unionbrauerei) und seiner Mitarbeit an vison.ruhr (2000, Westfälisches Industriemuseum, Zeche Zollern II/IV) den Ruf Dortmunds als Medienkunst-Standort mit begründet hat. hARTware projekte betreut auch das Stipendium für Medienkunst des Landes NRW. Der spanische Künstler Daniel Garcìa Andùjar (geboren 1969) ist dem Dortmunder Kunstpublikum bekannt: 1996/97 war er als Stipendiat des europäischen Austauschprogrammes "Pépinières Européennes" sechs Monate hier zu Gast. Darüber hinaus beteiligte er sich an Projekten von hARTware wie den Ausstellungen "Short Cuts" (DASA, 1997) und "Reservate der Sehnsucht" sowie an einer internationalen Tagung zur Medienkunst (1999). Die Deutsche Arbeitsschutzausstellung (DASA) erwarb seine Multimediainstallation "Body Research Machine", die seit 2000 in der ständigen Sammlung zu besichtigen ist. Andújar entwickelt unter dem Label seines 1996 gegründeten Unternehmens "Technologies To The PeopleTM" (www.irational.org/tttp) seine Kunst im und für das Internet. 1999 nahm er an der Ausstellung "net conditions" im Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) in Karlsruhe teil, die einen Überblick über die wichtigsten Positionen der Internetkunst gab. Sein Projekt "phoney" wurde auf der Berliner Transmediale.01 mit einem Sonderpreis gewürdigt; darüber hinaus erhielt er eine lobende Erwähnung in der Sparte "Interaktive Kunst". (Stadt-Pressedienst vom 26.02.2001, Kontakt: Dagmar Papajewski)