3 Gesellschaft, Bevölkerung, Soziales

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Jüdisches Museum Berlin

http://www.jmberlin.de/

Systematik: ID-Archiv EATC id-e-701 id-e-373


Status: Changed
Checked: 03-03-02 04:06:07 PM

Adresse: Adresse Jüdisches Museum Berlin Lindenstraße 9-14, 10969 Berlin Info: (030) 308785 681 Verwaltung: (030) 25993 300 Fax: (030) 25993 409 info@jmberlin.de fuehrungen@jmberlin.de


Selbstdarstellung:
Die Idee zur Neugründung eines Berliner Jüdischen Museums wurde 1971 deutlich formuliert, als die Jüdische Gemeinde zu Berlin den 300. Jahrestag ihrer Gründung feierte und im Berlin Museum die Ausstellung "Leistung und Schicksal" gezeigt wurde. Es kam der Wunsch auf, an das 1933 - kurz vor Hitlers Machtübernahme - eröffnete Jüdische Museum in der Oranienburger Straße anzuknüpfen. Es war 1938 von der Gestapo geschlossen und seine Bestände konfisziert worden. 1975 wurde die "Gesellschaft für ein Jüdisches Museum in Berlin e.V." als Förderverein gegründet, der auch viele ins Ausland emigrierte Berliner Juden angehörten. 1978 zeigte das Berlin Museum zum ersten Mal die Neuerwerbungen für das künftige Jüdische Museum. 1983 folgte die große Ausstellung über Synagogen in Berlin. Von 1986 bis 1998 wurden im Martin-Gropius-Bau weitere Ausstellungen präsentiert: über den Maler Jakob Steinhardt, die Architektur der Heinz Galinski-Schule von Zvi Hecker, die Installation "Klagelied" von Joachim Bandau, die Entwürfe für ein Mahnmal auf dem Judenplatz in Wien, das Exil in Shanghai (1938-1947) und schließlich drei Kunst-Installationen als Beitrag zur Ausstellung "Deutschlandbilder". Um zusätzliche Ausstellungsflächen gerade auch für die Jüdische Abteilung des Berlin Museums zu schaffen, wurde 1988 ein Architektenwettbewerb für einen Erweiterungsbau des Berlin Museums ausgeschrieben. Der amerikanische Architekt Daniel Libeskind gewann diesen im Juni 1989 unter 165 Teilnehmern. Der Grundstein für den Neubau wurde im November 1992 gelegt, das Richtfest im Mai 1995 gefeiert. 1998 wurde der Libeskind-Bau fertiggestellt und die Büros bezogen. Während der Bauphase wurde heftig und kontrovers über die Verwendung des Neubaus und den Status der Jüdischen Abteilung diskutiert. So forderte der 1994 zum Direktor berufene Amnon Barzel mehr Eigenständigkeit für die Abteilung Jüdisches Museum im Stadtmuseum. Unter der Leitung von W. Michael Blumenthal, der im Dezember 1997 auf Einladung des Landes Berlin Direktor wurde, erhielt das Jüdische Museum Berlin zum 1. Januar 1999 einen autonomen Status als Stiftung des öffentlichen Rechts. Die Stiftung arbeitet bereits seit dem 1. Januar 2001 unter der Aufsicht des Bundes. Die rechtliche Überführung vom Land Berlin zum Bund wurde vom Bundeskabinett Ende März genehmigt und soll zum 1. September 2001 - kurz vor der Eröffnung am 9. September - realisiert werden.