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3 Gesellschaft, Bevölkerung, Soziales
| Demkratie(theorie), Zivilgesellschaft, Bürgerrechte, Cyber-Rights / Lebensformen / Sexualität, Liebe / Freizeit, Sport, Tourismus, Konsum / Zukunft / Emanzipationsbewegungen, Neue Soziale Bewegungen (NSB) / Frauenbewegung / Männerbewegung / Alternative Bewegung / Bewegung anderer Gruppen, Randgruppen / Flüchtlingsbewegung, Ausländische BürgerInnenbewegung / Kapitalismus und Gesundheit / Medizin / Gesundheitsbewegung / Sozialeinrichtungen, Sozialarbeit, Sozialhilfe / Religion, Kirche / Atheismus, Humanismus / Rassismus, AusländerInnenfeindlichkeit / Antisemitismus / Nationalismus
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| Systematik: | ID-Archiv id-e-3235 |
| | Status: | Changed | | Checked: | 03-03-02 03:56:14 PM |
| | Adresse: | Lebensgarten Steyerberg e.V., Ginsterweg 3, D-31595 Steyerberg Bürozeiten: Mo - Fr 10 - 12 und Di 18 - 20 Tel 05764 / 2370, Fax 05764 / 2578 lebensgarten_ev@t-online.de |
| | Selbstdarstellung: | | Wir über uns Zusammengeführt von dem Wunsch gemeinschaftlich zu leben, begann 1985 eine Gruppe von Menschen eine leerstehende, ca. 4 ha große Siedlung mit neuem Leben zu füllen, die ursprünglich für Facharbeiter im Rüstungsbetrieb mit ihrem Familien im 3. Reich errichtet worden war. Die Reihenhaussiedlung, in der wir leben, wurde 1938 für Arbeiterinnen in der Rüstungsindustrie gebaut und liegt am Rande des Dorfes Steyerberg mitten in Niedersachsen. 1983 kaufte der Berliner Kaufmann Christian Benzin das ca. 4 ha große Gelände, und legte, inspiriert durch die Findhorn-Community in Schottland, den ersten Samen für unsere Gemeinschaft. Die Menschen, die 1985 anfingen, die Siedlung mit neuem Leben zu füllen, hatten den Wunsch und das Ziel, hier gemeinschaftlich zu leben. Viele hatten ihre bisherigen Existenzgrundlagen verlassen und begannen eigene, sinnerfüllte Tätigkeiten aufzubauen. Sie wollten einen Lebenszusammenhang, der geprägt ist von gegenseitiger Achtung, Toleranz, Herzlichkeit und Liebe, der es den Frauen, Männern und Kindern ermöglicht, sich zu entfalten, ihre Kreativität zu entwickeln, sich gegenseitig zu unterstützen und ihre eigene Art von Spiritualität zu entdecken oder zu entwickeln. Ebenso wichtig war und ist die Kooperation mit der Natur und die Ökologie im Alltag. Inzwischen gehören 70 Erwachsene und 45 Kinder zu dem Projekt, die sich mit diesen Wünschen und Zielen beschäftigen und für ein buntes und lebendiges Treiben an diesem Ort sorgen. Wir wohnen in 40 der insgesamt 50 Reihenhäuser und einige wohnen auch im Dorf Steyerberg. Jede/r ist wirtschaftlich für sich selbst verantwortlich. Wir halten nachbarschaftlichen Kontakt und unterstützen uns im Alltag, wir feiern gerne, treiben gemeinsam Sport und können jeden Tag zusammen meditieren, am morgendlichen Singen und an den morgendlichen Kreistänzen teilnehmen. Wir unterstützen uns gegenseitig in der Kinderbetreuung, beim Gesundwerden, in Lebenskrisen, im Alter und im Sterben. Unsere kleineren und größeren Wachstumskrisen haben uns einander näher gebracht und zu größerer Selbständigkeit in der Gruppe geführt. Einen Guru gibt es nicht. Unsere Entscheidungen versuchen wir nach dem Konsensprinzip zu fällen. Das Leben hier auf dem engen Raum unserer Siedlung mit so vielen Menschen unterschiedlicher Lebensphilosophie ist spannend und anregend und nicht immer ganz einfach. Es gibt viel Gemeinsames und genausoviel Verschiedenes. Ständig ist irgendetwas oder irgendjemand in Bewegung und Veränderung, wie es das Leben eben so mit sich bringt. Wir haben ein großes Gemeinschaftsgebäude zur Verfügung und eine Halle, in der bei Veranstaltungen bis zu 200 Menschen Platz finden und die wir gerade renoviert haben. Die gemeinschaftlichen Aufgaben (von der Platzgestaltung bis zum Aufräumen der Pinnwand) liegen in den Händen einzelner Verantwortlicher – teils bezahlt, teils ehrenamtlich. Jeder kann sich einbringen. Das gemeinsame Arbeiten an unseren Aufgaben, die das Zusammenleben oder auch die gemeinsame Verantwortung mit sich bringen, ist freiwillig. In der Pionierphase wurden vor allem die teils im Rohbauzustand befindlichen, verfallenen Häuser renoviert und ökologisch ausgebaut. Mittlerweile haben wir wieder Hände und Köpfe frei für andere Aufgaben. Gesunde Ernährung, ökologischer Ausbau der Häuser, menschliche Arbeitsplätze, natürliche Heilungswege, Beratung und Unterstützung bei der Bewältigung von Konflikten – alles, was wir hier durch uns selbst gelernt haben, entwickelten wir so weiter, daß unsere soziale und professionelle Kompetenz Grundlage unserer Existenz geworden ist. Der Aufbau unseres Seminarbetriebes ermöglicht uns, unsere Erfahrungen an andere Menschen weiterzugeben und uns Arbeitsplätze zu schaffen. Mit dem VNB (Verein niedersächsischer Bildungsinitiativen) gibt es eine langjährige Zusammenarbeit. Neben dem Seminar- und Gästebetrieb und Büros entstanden die Schule für Verständigung und Mediation, Praxen für Naturheilkunde, Ergotherapie, Psychotherapie und Musiktherapie, ein Buchladen, ein kleiner Reitstall, ein ökologischer Baustoffhandel, ein ökologisches Architekturbüro, und die Existenzen freischaffender Künstler/innen und Musiker/innen, die unser Leben hier bereichern. Inmitten von Natur und mitmenschlichem Zusammenleben finden unsere Seminargäste viele Möglichkeiten des Neu-Beginnens oder Weiter-Schreitens in ihrer eigenen Lebendigkeit. Der Lebensgarten ist ein Ort, der anregt, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen und inspiriert, sich mit anderen zusammenzuschließen. |
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