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3 Gesellschaft, Bevölkerung, Soziales
| Demkratie(theorie), Zivilgesellschaft, Bürgerrechte, Cyber-Rights / Lebensformen / Sexualität, Liebe / Freizeit, Sport, Tourismus, Konsum / Zukunft / Emanzipationsbewegungen, Neue Soziale Bewegungen (NSB) / Frauenbewegung / Männerbewegung / Alternative Bewegung / Bewegung anderer Gruppen, Randgruppen / Flüchtlingsbewegung, Ausländische BürgerInnenbewegung / Kapitalismus und Gesundheit / Medizin / Gesundheitsbewegung / Sozialeinrichtungen, Sozialarbeit, Sozialhilfe / Religion, Kirche / Atheismus, Humanismus / Rassismus, AusländerInnenfeindlichkeit / Antisemitismus / Nationalismus
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| Systematik: | ID-Archiv id-e-94 id-e-3234 id-e-702 |
| | Status: | Changed | | Checked: | 03-03-02 04:36:49 PM |
| | Adresse: | Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. - Geschäftsstelle - Schiffbauergasse 1 14467 Potsdam Telefon 0331 - 270 70 85 Telefax 0331 - 270 70 86 Email: bundesvereinigung@soziokultur.de |
| | Selbstdarstellung: | | Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren ist die Interessenvertretung von 453 Zentren auf Bundesebene (Anzahl der Mitgliedszentren im Januar 2001). Mitglied sind neben den Zentren die Zusammenschlüsse Soziokultureller Zentren in 13 Bundesländern sowie 11 Assozierte Mitglieder. Entstehungsgeschichte Zu Beginn der 70er Jahre entstanden in der Bundesrepublik im Zusammenhang mit den neuen sozialen Bewegungen die ersten soziokulturellen Zentren in Selbstverwaltung als Kommunikationszentren, Kulturläden oder Bürgerhäuser, vielfach gegen den politischen Widerstand von Parteien und Kommunalverwaltungen. Die Zentren treffen sich bundesweit seit 1977 und schlossen sich 1979 in Wilhelmshaven zur Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren zusammen. Zu ihren Gründungsmitgliedern gehören u.a. die "Börse" in Wuppertal, die "Lagerhalle" in Osnabrück, das "KOMM" in Nürnberg und der "Pavillon" in Hannover. Soziokulturelle Zentren wollten in ihrer Entstehungsphase Modell sein für andere gesellschaftliche Arbeits- und Lebensformen. Ihr Selbstverständnis und das ihrer Akteure drückte sich aus in Begriffen wie "Alternativkultur", "Gegenkultur" und "Gegenöffentlich-keit". Nicht zuletzt prägten auch ganz persönliche Vorstellungen und politische Herangehensweisen der MitarbeiterInnen die Entstehungsgeschichte der Einrichtungen ("Gemeinsam leben und arbeiten", "Aufhebung der Trennung von Kopf- und Handarbeit"). Soziokultur war demnach Antwort, Reaktion und praktiziertes Gegenstück auf ein konsum- und unterhaltungsorientiertes Verständnis von Kultur, das sich losgelöst von sozialen und politischen Bedingungen und Vorgängen der Gegenwart verstand. Demokratisierung von Kultur und kulturelle Demokratie beinhaltete die Forderung nach Akzeptanz und Gleich-behandlung der unterschiedlichsten kulturellen Ausdrucks- und Organisationsformen durch politische Gremien und die Öffentlichkeit. Soziokulturelle Praxis Heute kann unabhängig von abstrakt formulierten Ansprüchen, Standortbestimmungen und plakativen Begrifflichkeiten festgestellt werden, daß soziokulturelle Zentren sich neben der Organisation eines umfassenden Veranstaltungsprogramms bemühen, einen Beitrag zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses in den Sparten Theater, Musik, Literatur, Film und Bildender Kunst zu leisten und die Teilhabe breiter Bevölkerungsschichten an einer aktiven Betätigung im kulturellen und politischen Leben zu unterstützen. Dazu gehört die Integration verschiedener Altersgruppen, sozialer Schichten und Nationalitäten, die Unterstützung und Förderung von sozialer und politischer Arbeit ebenso, wie die Verwirklichung von demokratischen Entscheidungsstrukuren, die die aktive und verantwortliche Beteiligung möglichst vieler Menschen in den Häusern gewährleisten kann. Soziokulturelle Zentren zeichnen sich heute gerade dadurch aus, daß sie, auch im Gegensatz zu anderen Kulturinstituten, flexibel, offen und mit der Lust am Experiment auf sich wandelnde gesellschaftliche Anforderungen und Gegebenheiten und auf veränderte Wünsche und Bedürfnisse ihrer BesucherInnen und NutzerInnen reagieren. Ein Ergebnis dieser Flexibilität ist die Tatsache, daß es schwerfällt, das Soziokulturelle Zentrum zu definieren. Die heterogene Landschaft, die sich in Abhängigkeit von regionalen Voraussetzungen, örtlicher Entstehungsgeschichte, MitarbeiterInnenstruktur und der sozialen und altersmäßigen Zusammensetzung der NutzerInnen entwickelt hat, entzieht sich einer abschließenden Beschreibung. Mit unterschiedlicher Gewichtung betätigen sich soziokulturelle Zentren heute in vielen Arbeitsfeldern, so z.B. in der Kinder- und Jugendarbeit (Kinderläden, offener Bereich, Hausaufgabenhilfe, Kreativkurse, Ferienfreizeiten, Berufsvorbereitung und -ausbildung, Beratung, Beschäftigungsprojekte, offene Werkstätten), mit Angeboten für SeniorInnen (Kreativ- und Gesundheitsvorsorge-Kurse, soziale Versorgung, Geschichtswerkstätten, Tanzveranstaltungen, Buchausleihe), in der Bildungs- und politischen Arbeit (Seminare, Workshops, Bildungsurlaube, Diskussionsveranstaltungen, Sprachkurse), in der Stadtteilarbeit (Stadt(teil)-Zeitung, Stadtteilfeste, stadtentwicklungspolitische Initiativen, Zusammenarbeit mit BürgerInnen-Initiativen, Vereinen und Schulen), in der Programm- und Veranstaltungsarbeit (Theater, Kabarett, Musik, Ausstellungen, Lesungen, Kino, Disco- und Tanzveranstaltungen) auch jeweils für bestimmte Zielgruppen. Darüber hinaus sind soziokulturelle Zentren auch "Dienstleister" in einem Stadtteil, einer Stadt oder Region, die kulturell, sozial oder politisch tätigen Vereinen, Gruppen und Initiativen Räumlichkeiten und technische Infrastruktur in eigener Verantwortung überlassen, Proben- und Produktionsmöglichkeiten für Musik- und Theatergruppen vorhalten, KünstlerInnen Ateliers zur Verfügung stellen u.v.m. Außerdem gehört zu fast allen Einrichtungen ein offener Kommunikationsbereich mit gastronomischen Betrieb (Teestube, Café, Kneipe, Restaurant). Verbandstätigkeit Heute vertritt die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. 455 (Januar 2001) selbstverwaltete soziokulturelle Zentren in allen Teilen der Bundesrepublik mit ihren Landesarbeitsgemeinschaften in Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen. Zweck der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. sowie der Landesarbeitsgemeinschaften ist es, die Arbeit der soziokulturellen Zentren zu koordinieren und zu fördern, sowie ihre Interessen gegenüber der Öffentlichkeit und den politischen Gremien zu vertreten. Insbesondere für neue Zentren und Initiativen, aber auch für die Weiterentwicklung bereits existierender Einrichtungen ist das Bestehen einer vernetzten Struktur auf Bundes- und Länderebene von Bedeutung, durch die Beratung, Fortbildung, Erfahrungsaustausch u.ä. gewährleistet werden kann. Die Interessenvertretung der Zentren auf Bundesebene richtet sich kulturpolitisch an zwei wesentlichen Zielsetzungen aus: die Anerkennung der soziokulturellen Arbeit in Selbstverwaltung als fester Bestandteil des kulturellen Lebens und die Gleichbehandlung der Zentren mit etablierten Kultureinrichtungen sowohl im förderungspolitischen als auch im steuerrechtlichen Bereich. Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. ist im Deutschen Kulturrat/ im Rat für Soziokultur und seinen Ausschüssen sowie in bundesweiten Zusammenschlüssen wie z.B. im Fonds Soziokultur e.V. und im Qualifikationsverbund Soziokultur e.V. vertreten. Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. kooperiert mit anderen Fachverbänden und Institutionen auf Bundesebene, so z.B. mit der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V., dem Bundesverband der Jugendkunstschulen und kulturpädagogischen Einrichtungen e.V., dem Bundesverband Studentische Kulturarbeit e.V., dem Bundesverband Freier Theater und dem Deutschen Gewerkschaftsbund. Für ihre Mitglieder bietet die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. als Service u.a. an: eine Geschäftsstelle Potsdam als zentrale Anlaufstelle, die Veröffentlichung eines regelmäßig erscheinenden "Informationsdienst Soziokultur" zum Zweck der Information, der Artikulation und der Diskussion, sowie einer Broschürenreihe "Arbeitshilfen Soziokultur" zu speziellen Themenstellungen, den Soziokultur-Server im Internet (www.soziokultur.de), Beratung von Initiativen und Zentren in Sachen Satzung, Nutzungsverträgen und Konzeption, Beratung und Unterstützung bei Verhandlungen und Konflikten zwischen Kommunen und ZentrumsbetreiberInnen, Organisation von Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, Durchführung von Kongressen und Tagungen zu kulturpolitischen Grundsatzfragen, Teilnahme an verschiedenen Rahmenverträgen (z.B. mit der GEMA). Soziokultur-Server Der Soziokultur-Server enthält inhaltliche Beiträge und Informationen zur Soziokultur seit 1995. Bis zum Jahr 2000 wurde der Soziokultur-Server unter der Adresse www.soziokultur.de von der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NRW aufgebaut und betrieben. Seit 2001 wird der Soziokultur-Server von der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren betrieben. Der Soziokultur-Server wurde konzipiert und gestaltet von thomas molck. Mit Anregungen, Kritik und Fehlermeldungen wenden Sie sich bitte an webmaster@soziokultur.de. Der Soziokultur-Server wird gefördert und unterstützt vom Beauftragten der Bundesregierung für Angelegenheiten der Kultur und der Medien (BKM). Geschäftsstelle Die Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren erreichen sie hier: Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e.V. Schiffbauergasse 1 14467 Potsdam Tel. 0331 - 270 70 85 Fax. 0331 - 270 70 86 Email: bundesvereinigung@soziokultur.de Quelle: http://www.soziokultur.de/_seiten/werwirsind.htm |
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