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IWM: The Institute for Human Sciences - Institut fuer die Wissenschaften vom Menschen

http://www.univie.ac.at/iwm/index.htm

Systematik: ID-Archiv EATC id-e-28 id-e-812 id-e-714


Status: Changed
Checked: 03-03-02 05:14:49 PM

Adresse: Institut für die Wissenschaften vom Menschen Institute for Human Sciences Spittelauer Laende 3 A - 1090 Wien AUSTRIA Tel. (+43 1) 313 58 - 0 [or extension] Fax (+43 1) 313 58 - 30 General e-mail: iwm@iwm.at


Selbstdarstellung:
Das Institut für die Wissenschaften vom Menschen (IWM) wurde 1982 von einer Gruppe junger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler gegründet, um Forscher und Intellektuelle aus Ost- und Westeuropa - ihre Ideen, ihre Erfahrungen und Vorhaben - in den Kontext einer gemeinsamen Diskussion zu bringen. Doch will das IWM mehr als nur den Ideenaustausch fördern: Die wissenschaftliche Arbeit am Institut soll letztendlich einem praktischen Zweck dienen: die Gesellschaften, die hier erforscht werden, nicht nur zu reflektieren, sondern auch zu verändern. Die wissenschaftlichen Aktivitäten des Instituts liefern die intellektuellen Grundlagen für seine gesellschaftspolitischen Programme; umgekehrt verbinden diese Programme die am IWM betriebene wissenschaftliche Analyse, Reflexion und Diskussion mit den sozialen, politischen und kulturellen Problemen der Region. Auf diese Weise ergänzen sich die beiden Dimensionen der Arbeit am Institut. Das IWM ist ein Institute for Advanced Study und wird von einer Gemeinschaft von Gelehrten getragen, die sich aus Ständigen Wissenschaftlichen Mitgliedern (Permanent Fellows), Wissenschaftlichen Mitgliedern (Visiting Fellows und Junior Visiting Fellows) und Auswärtigen Wissenschaftlichen Mitgliedern (Non-Resident Permanent Fellows) zusammensetzt. In jedem Jahr beherbergt das Institut etwa 40 Visiting Fellows aus Ost- und Westeuropa und den Vereinigten Staaten, die in der Regel ein Semester am Institut verbringen. Von dieser Gemeinschaft werden die Aktivitäten des Instituts konzipiert und realisiert. Inhaltlich konzentriert sich die wissenschaftliche Arbeit am Institut gegenwärtig auf fünf Forschungsschwerpunkte, die von den Wissenschaftlichen Mitgliedern betreut werden: Politische Philosophie des 19. und 20. Jahrhunderts Gender Studies Politische und gesellschaftliche Transformation in Mittel- und Osteuropa Europäische Zeitgeschichte Das philosophische Werk Jan Patockas Nach 1989 hat das Institut seinen Aktivitäten eine neue gesellschaftspolitische Dimension hinzugefügt, um den Wiederaufbau der Bürgergesellschaft in den ehemals kommunistischen Ländern Ostmitteleuropas zu unterstützen. Mit seinen Stipendien- und Forschungsprogrammen bietet das Institut ein Zentrum für Studium und Diskussion der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung Ostmitteleuropas. Das besondere Interesse des Instituts gilt hier den sozialen Folgen des Übergangs zur Marktwirtschaft in Ostmitteleuropa. Seine Programme haben dazu beigetragen, innovative Institutionen in der Region in ihrer Entwicklung und ihren Forschungsaktivitäten zu unterstützen. Über Projektfinanzierungen wurde es zahlreichen vielversprechenden jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ermöglicht, die Übergangs- und Reformprozesse ihrer Gesellschaften zum Gegenstand ihrer Forschung zu machen. Zu den Forschungsschwerpunkten und Projekten des IWM werden Senior und Junior Visiting Fellows und Gastwissenschaftler vor allem aus West- und Osteuropa und den USA eingeladen, um für ein halbes Jahr gemeinsam mit den Permanent Fellows zu arbeiten. Diese Arbeit wird von regelmäßigen Seminaren begleitet, an denen auch zahlreiche Wiener Kollegen aus der universitären und außeruniversitären Forschung teilnehmen. Im Rahmen seiner Paul Celan-Stipendien für Übersetzer/innen lädt das IWM seit 1987 jedes Jahr eine Reihe von Wissenschaftlern ein, Werke aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften zwischen ost- und westeuropäischen Sprachen zu übersetzen. Seit 1997 werden dreimonatige Andrew W. Mellon-Stipendien an osteuropäische Wissenschaftler in den Geistes- und Sozialwissenschaften vergeben. Durch die Milena Jesenská-Stipendien, die es seit 1998 gibt, erhalten europäische Journalist/innen die Möglichkeit, sich für ein Vierteljahr von ihren Verpflichtungen zu befreien und am IWM an einem längerfristigen Vorhaben ihrer Wahl zu arbeiten. In jüngster Zeit hat sich das IWM dem Ausbau seiner internationalen Beziehungen gewidmet und einen transatlantischen Dialog über Schlüsselfragen der Zukunft ins Leben gerufen. So wurde z.B. im Herbst 2000 in diesem Rahmen mit der Erste Bank eine Debatte zum Thema „Europa und die USA im 21. Jahrhundert" veranstaltet. In diesem Jahr wird das IWM als Gemeinschaftsprojekt mit der Boston University das Institute for Human Sciences at Boston University eröffnen. Es soll - vor allem gesellschaftspolitisch orientierte - Forschungsprojekte entwickeln und dadurch die Zusammenarbeit zwischen dem IWM und seinen europäischen Partnern einerseits und den nordamerikanischen Institutionen, Forschern, Intellektuellen und Politikern andererseits stärken. Dem Direktorium gehören an: Timothy Garton Ash, Historian, Author, St. Antony’s College, Oxford Michael Mertes, Deputy Editor-in-Chief, Rheinischer Merkur, Bonn Krzysztof Michalski, Director, IWM, Vienna; Professor of Philosophy, Boston University Pierre Rosanvallon, Professor of Political Science, EHESS, Paris Aleksander Smolar, Political Scientist, CNRS, Paris; President, Stefan Batory Foundation, Warsaw Fareed Zakaria, Editor-in-Chief, Newsweek International