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7 Kultur, Kommunikation, Medien
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| Systematik: | ID-Archiv id-e-812 id-e-838 id-e-418 id-e-714 |
| | Status: | Changed | | Checked: | 03-03-02 05:23:10 PM |
| | Adresse: | JÖSB - Jugoslawisch Östererreichische Solidaritätsbewegung - Postfach 217, A-1040 Wien |
| | Selbstdarstellung: | | Für die österreichisch-jugoslawische Freundschaft! Politische Deklaration der Jugoslawisch-Österreichen Solidaritätsbewegung Zeitschrift TARGET Fast drei Monate hat die NATO Jugoslawien und seine Völker systematisch bombardiert und das Land in Schutt und Asche gelegt. Der Bombenterror war nur der vorläufige Höhepunkt einer bereits Jahre andauernden westlichen Aggression, die über das Schüren nationaler Konflikte mit der Zerschlagung Jugoslawiens begann, zur hunderttausendfachen Vertreibung der Serben aus Kroatien, Bosnien und nun aus dem Kosovo führte und bis zum teuflischen Embargo reichte, das Millionen in Armut stürzte. All das war begleitet - ja wurde erst möglich - durch eine breit angelegte und jahrelange Medienkampagne zur Verteufelung der Serben, so wie es auch vor dem Ersten und Zweiten Weltkrieg passierte. Doch der Frieden von Kumanovo ist genauso wie jener von Dayton nur die Fortsetzung des Krieges mit anderen Mitteln. Der Westen versucht alles, um auch Montenegro, den Sandschak und die Wojvodina von Jugoslawien abzutrennen. Nach den enormen Zerstörungen durch die feigen Bomben und Raketen der NATO, denken die Aggressoren gar nicht daran Reparationen zu leisten, sondern verschärfen die Blockade sogar. Durch die dadurch verursachte Verelendung der Bevölkerung soll durch die Anzettelung eines Bürgerkriegs die gewählte Regierung gestürzt werden - mit dem Ziel ein prowestliches Marionettenregime an die Macht zu putschen, dem dann das Siegel "demokratisch" verliehen wird. Auch ein neuer militärischer Angriff der NATO kann im Rahmen dieses Szenarios nicht ausgeschlossen werden. Die "Neue Weltordnung" will die Unterwerfung Serbiens Der Westen gibt vor, daß seine "Neue Weltordnung" Menschenrechte, Demokratie und Wohlstand für alle bringen würde. Um diese Behauptung als glatte Lüge zu überführen, braucht man sich nur in der Welt umschauen: nicht nur das vom Westen angezettelte jugoslawische Drama (über 1 Million Vertriebene), sondern auch der Völkermord des NATO-Staates Türkei an den Kurden (Hunderttausende Tote und 4 Millionen Vertriebene), die systematische Vertreibung der Araber aus Palästina (5 Millionen) und die Besetzung des Libanon durch den US-Verbündeten Israel, zehn Jahre Bombardement und Embargo gegen den Irak (2 Millionen Tote). Die von den USA angestrebte Weltherrschaft bringt nichts als zunehmende globale Verarmung und Einschränkung der nationalen Souveränität der ärmeren Länder. Der selbsternannte Weltpolizist überzieht der die Erde mit Gewalt und militärischer Aggression - alles zu Gunsten der multinationalen Konzerne und einer handvoll reicher Staaten. Noch schlimmer, die "Neue Weltordnung" bringt uns an den Rand des Dritten Weltkrieges. Jugoslawien ist einer jener wenigen aufrechten Staaten, die sich dieser internationalen Tyrannei der NATO, die sich Weltordnung nennt, nicht unterordnen wollen. Dies geht auf die Jahrhunderte lange Tradition des Befreiungskampfes des serbischen Volkes zurück - zuerst gegen die Osmanen, dann gegen die Habsburger und Hitlers Nazi-Horden. Immer wurde einem überlegenen Unterdrücker die Stirn geboten und unter größten Verlusten schließlich die nationale Freiheit und Unabhängigkeit wiedererrungen. In seinem Versuch, den Balkan abermals zu unterwerfen, hat der Westen mitten im Herz der Halbinsel einen freiheitsliebenden Gegner, der zwar klein, ist aber gewaltige antifaschistische und antiimperialistische Energien besitzt - wie die 78 Tage des ungebrochenen Widerstands gegen die NATO-Aggression abermals zeigten. Um dieses strategischen Hindernis auf dem Weg zur Weltherrschaft wegzuräumen, wird der Westen und insbesondere die USA vor keinerlei Grausamkeit halten machen. So wie unter dem Sultan, dem Kaiser und dem "Führer" geht es um nichts weniger als um die Zerschlagung der Serbiens als Nation, einer Nation, die seit jeher multinational geprägt ist. Unter dem Vorwand, einen Völkermord zu verhindern, zielt der Westen auf einen Völkermord. Jugoslawien als Ausdruck der serbischen Völkerfreundschaft Um den unbändigen Haß des Westens fest in der Bevölkerung zu verankern, führen die gleichgeschalteten "Freien Medien" seit zehn Jahren eine großangelegte Hetzkampagne gegen die Serben als Volk von nationalistischen Schlächtern. So der sozialdemokratische deutsche Kriegsminister Scharping in würdiger Nachfolge von Propagandaminister Goebbels: "Die Serben schneiden schwangeren albanischen Frauen die Föten aus dem Leib und grillen sie." Die historische Wahrheit ist allerdings, daß Jugoslawien, dessen tragendes Volk die Serben sind, nach wie vor der einzige multinationale Staat am Balkan ist. Jugoslawien ist der Ausdruck des Angebotes der Serben an alle anderen Völker, sich in einer Föderation gegen die imperialistische Beherrschung zu vereinigen - auch wenn Fehler begangen und Ungerechtigkeiten vorgekommen sind. Es war der Westen und insbesondere Deutschland und Österreich, die mit dem Prinzip der territorial-nationalen Selbstbestimmung das multinationale Jugoslawien zerschlagen haben. Angesichts der starken nationalen Durchmischung konnte dieses nur mit gewalttätigen nationalen Vertreibungen durchgesetzt werden - Vertreibungen, von denen in erster Linie die Serben betroffen waren und die mit voller politischer und militärischer Unterstützung des Westens durchgeführt wurden. Nachdem so die Völkerfreundschaft seitens der Slowenen, Kroaten, der Moslems und schließlich auch der Albaner aufgekündigt wurde, blieb den Serben, die für sich nun um nichts mehr forderten, als genau jenes gleiche Recht auf Selbstbestimmung, das für die Abspaltung von Jugoslawien beansprucht wurde, dieses durch den Westen verwehrt und wurde als großserbischer Chauvinismus diffamiert. Dennoch hat sich das serbische Volk seine nationale, kulturelle und religiöse Toleranz und Vielfältigkeit erhalten. Nach Serbien flüchteten unzählige von der Nazi-Barbarei verfolgte Juden, die vom "demokratischen" Westen abgewiesen wurden. Während das Schengen-Europa von einer neo-rassistischen Welle erfaßt wird und die von Jugoslawien abgespaltenen Staaten überhaupt "ethnisch rein" sind, leben Roma und Sinti und die anderen kleinen Nationalitäten Jugoslawiens nicht nur unbehelligt, sondern werden sogar als Teil des serbischen Volkes betrachtet und ihre kulturellen Besonderheiten respektiert. In Jugoslawien gibt es nebeneinander orthodoxe, katholische, koptische und evangelische Kirchen, Moscheen und Synagogen wie in keinem einzigen anderen Land Europas. Nur jene, die sich für die westliche Aggression haben instrumentalisieren lassen, um dieses freie Land zu zerstören, mußten und müssen bekämpft werden. Wiederaufbau für das Volk, nicht für die Mafia Alle Energien müssen auf den Wiederaufbau des durch Bomben und Embargo zerstörten Jugoslawiens konzentriert werden. Natürlich müssen zu aller erst jene zur Kasse gezwungen werden, die die Katastophe zu verantworten haben - die NATO und die westlichen Regierungen. Sie müssen bedingungslose Reparationen zahlen und so das wieder aufbauen helfen, was das Volk in jahrelanger Arbeit geschaffen hat. Doch auch die westliche Bevölkerung, die leider zum großen Teil die Aggression mitgetragen hat, soll in Form von Spendenkampagnen in Fabriken, Spitälern, Büros, Schulen und Universitäten ihren Beitrag leisten. Mit Partnerschaften, freiwilligen Arbeitsbrigaden und Solidaritätsdelegationen aus allen sozialen Bereichen muß der Wiederaufbau wirtschaftlich und politisch unterstützt werden. Doch es lauern auch große Gefahren. Elend und Zerstörung für die Mehrheit hat schon zu oft sagenhafte Gewinne für eine kleine Minderheit von kapitalistischen Schmarotzern gedeutet. Unter dem Vorwand des Wiederaufbaus werden sich einige schamlos auf Kosten des Volkes zu bereichern versuchen und dabei vom Westen tatkräftig unterstützt werden. Es ist genau diese Mafia, die sich mit dem Westen verbündet, um das Land auszuverkaufen. Sie sitzen nicht nur in Rußland oder Albanien an der Macht, sondern scharren auch schon in Jugoslawien in den Startlöchern, bereit sich dem Westen anzudienen und dabei das serbische Volk zu verkaufen. Die Steigerung der nach dem Krieg unvermeidlichen sozialen Krise in einen Bürgerkrieg kann nur vermieden werden, wenn sich das serbische Volk auf seine tief verwurzelte Tradition der sozialen Solidarität und Gleichheit orientiert. Es müssen die Arbeiter und Bauern, die Soldaten und Intellektuellen selbst sein, die die internationale Hilfe und den nationalen Wiederaufbau kontrollieren und verwalten. Nur so kann die gefährdete aber um so nötigere nationale Einheit gegen den Feind gewahrt bleiben. "Serbien muß sterbien" - die schmutzige Rolle Österreichs Österreich war bei der Aggression gegen Serbien immer an vorderster Front. 1914 hat es mit dem Ultimatum den Ersten Weltkrieg ausgelöst und im Zweiten Welt hat es als Teil von Hitlerdeutschland die Serben ins KZ gesteckt. Jedes Mal mußten mehr als die Hälfte der männlichen Bevölkerung Serbiens ihr Leben lassen. In Vorbereitung des dritten Krieges gegen Serbien hat der berüchtigte Schreibtischtäter und österreichische Außenminister Mock nicht nur die Abspaltung Sloweniens und Kroatiens von Jugoslawien forciert, sondern auch die Vertreibung von 400.000 Krajina-Serben als "demokratisch" befunden. Obwohl formal neutral, hat Österreich sich in "guter" Tradition auf die Seite der NATO-Aggressoren gestellt. Der ORF befand sich an der Spitze der Kriegstreiber, während die Regierung der NATO zehntausende "humanitäre" Überflüge tolerierte. Die Herrschenden drängen mit allen Mitteln in die NATO, um in aller Welt und insbesondere am Balkan mitmorden zu können. Österreich geht es um die Ausdehnung seiner Einflußsphäre auf seine ehemaligen Kronländer - und wieder ist Serbien im Weg. Daher heißt es abermals "Serbien muß sterbien!" Das andere Österreich Wien war nicht nur der Ort, wo in den Staatskanzleien, Generalstäben und Firmenhauptsitzen drei Mal der Krieg gegen das serbische Volk beschlossen wurde, sondern es diente lange Zeit auch Brücke der Kulturen. In Wien trafen Demokraten und Freiheitskämpfer zusammen. Es war nicht umsonst die Stadt, in der Vuk Karadzic, der Schriftsteller und Schöpfer des modernen Serbokroatisch, der Njegos, der den ersten freien serbischen Staat der Neuzeit führte oder Tuzovic, der Gründer der Kommunistischen Partei, wichtige und prägende Abschnitte ihres Lebens verbrachten. Österreich, zu dessen Kultur die Serben so viel beigetragen haben, wurde von hunderttausenden Jugoslawen mit aufgebaut. An seinem Reichtum haben sie einen erheblichen Anteil - der Dank scheint nur Haß und Verfolgung zu ein. Unser Österreich ist ein anderes, nämlich jenes in dem die Flamme der Völkerfreundschaft, der Demokratie, des Freiheitskampfes, der Gerechtigkeit und der sozialen Gleichheit einmal so hell brannte. Dieses wollen wir verteidigen und wiederbeleben. Auch wenn das Feuer fast erloschen scheint, wir werden unser Bestes geben um es wieder zu entzünden und zu hüten. * * * In der Jugoslawisch-Österreichischen Solidaritätsbewegung schließen sich alle jene antifaschistisch und antiimperialistisch gesinnten Menschen zusammen, die gegen die andauernde westliche und österreichische Aggression gegen Serbien und Jugoslawien Widerstand leisten und die Idee der Völkerfreundschaft entgegenstellen wollen. Wir kämpfen gegen die unterdrückerische "Neue Weltordnung" und unser Ziel ist das demokratische und friedliche Zusammenleben freier Völker! Hände Weg von Serbien! NATO raus aus Jugoslawien und dem Balkan! Schluß mit dem Embargo! Für den bedingungslosen Wiederaufbau durch den Westens! Kein NATO-Beitritt Österreichs! Wien, 16. Juli 1999 |
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