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7 Kultur, Kommunikation, Medien
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| Systematik: | ID-Archiv id-e-4141 id-e-71 |
| | Status: | Changed | | Checked: | 03-03-02 04:33:49 PM |
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| | Selbstdarstellung: | | Der Relaunch Die Medien-Initiative NetzGegenRechts wird ausgebaut. Die Initiatoren des Informationsportals gegen Rechtsextremismus stellten am 8. November 2000 den neuen Web-Auftritt der Öffentlichkeit vorgestellt. "Aus einer spontanen Aktion ist ein langfristiges Projekt geworden", sagte der Chefredakteur der "Woche", Manfred Bissinger, auf einer Pressekonferenz bei den Medientagen in München. Die internationale Internet-Agentur "razorfish" gestaltete die Site neu, unterstützt wurde sie durch die Firmen PopNet, Kabel New Media, Spray.net und Netzpiloten. Das Informationsportal www.NetzGegenRechts.de von 21 namhaften deutschsprachigen Medien ist jetzt einfacher zu bedienen, das inhaltliche Angebot wurde erweitert. Gemeinsam finanzieren die Medienpartner nun einen technischen Mitarbeiter und einen Internet-Redakteur, die die Site betreuen. "Die Aktion NetzGegenRechts hat einen erkennbaren Nutzen. Sie ist Ausdruck der zivilen Gesellschaft", sagte Joachim Huber, Ressortleiter Medien beim Berliner "Tagesspiegel", der das Netz-Projekt unterstützt. Hans-Helmut Kohl, Chefredakteur der "Frankfurter Rundschau", hält es für selbstverständlich, dass sein Blatt beim Netz mitmacht, "weil wir uns schon immer mit dem Dritten Reich und den Folgen befasst haben". Der stellvertretende Chefredakteur der "Bild"-Zeitung, Karl Günther Barth, sagte: "Für die Bild-Zeitung ist es eine moralische Verpflichtung gegen rechtsradikale Gewalt Front zu machen." ARD-Sprecher Claus Schneggenburger begründet die Teilnahme des Ersten damit, dass "Toleranz und Offenheit gegenüber Fremden nur in einer informierten Gesellschaft gedeihen". Die Entstehung Bereits im August hatten sich auf Initiative der "Woche" namhafte Medien von "Spiegel" bis ZDF und von "Bild" bis ARD zusammengeschlossen, um ihre Beiträge zum Thema Rechtsextremismus auf der Internet-Site www.NetzGegenRechts.de zu bündeln. Damit wollen die Betreiber die demokratische Meinungsbildung zum Thema Rechtsextremismus fördern. Das Spektrum der zusammengeschlossenen Medien garantiert ein breites Meinungsspektrum – journalistische Information gegen rechtsradikale Agitation. "Der Rechtsextremismus in der Bundesrepublik ist zu gefährlich. Das Thema darf nicht der Medienkonjunktur unterliegen und nur dann Schlagzeilen machen, wenn die Nazis wieder zugeschlagen haben. Deshalb haben wir NetzGegenRechts gegründet", fasst "Woche"-Chefredakteur Bissinger zusammen. Das Konzept Nutzer der Site www.NetzGegenRechts.de finden die Beiträge der Medienpartner unter zwölf Fragestellungen (z.B. "Was tun Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gegen Rechtsextremismus?"; "Wie kann man die Entstehung rechtsradikaler Einstellungen bei Jugendlichen verhindern?"). Der Inhalt der Site wird täglich mit den Artikeln der Medienpartner aktualisiert. So kann ein breites Publikum über den jeweiligen Erscheinungstag hinaus auf Beiträge zum Thema zugreifen. Die Deutsche Presse-Agentur stellt einen Nachrichten-Ticker mit neuesten Meldungen zum Rechtsradikalismus zur Verfügung. Seit diesem Mittwoch gibt die Zeitschrift "TVSpielfilm" täglich Fernsehtipps zum Thema. Unter der Rubrik "NetzGegenRechts Exklusiv" nehmen ab jetzt Experten und Prominente Stellung gegen Hass und Gewalt. Unter der Rubrik "Schwarzes Brett" werden Aktionen und Initiativen angekündigt. Die Resonanz Die Resonanz auf das bisher einzigartige Medien-Projekt ist groß. Bisher griffen mehr als eine halbe Million Internet-User auf die Site zu, mehrere hundert Firmen und Privatleute haben das NetzGegenRechts-Logo auf ihre Homepages gestellt. Immer wieder bieten Dot.Com-Firmen, Werbeagenturen und Privatleute ihre Hilfe an. Täglich erreichen bis zu 200 e-mails die Netzredaktion. Die meisten Zuschriften sind positiv. "Die Initiative war überfällig. Weiter so!", schrieb ein Internet-Surfer aus München. Zahlreiche Schülergruppen informierten sich für Referate zum Thema Ausländerfeindlichkeit und rechte Gewalt bei "NetzGegenRechts". Ein Teil der Zuschriften wird unter der Rubrik "Forum" veröffentlicht. Beschimpfungen, Drohungen und Hasstiraden, die auch gelegentlich die Redaktion erreichen, bleiben außen vor, kritische Anmerkungen zur Seite nicht. |
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