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7 Kultur, Kommunikation, Medien
| Sprache / Kulturinstitutionen, Archive, Bibliotheken, Museen, Galerien, Ausstellungen / Kulturtheorien, Soziokultur / Presse / Alternativpresse / Gegenöffentlichkeit, Medientheorie / Rundfunk / Fernsehen / Informationsübermittlung / Internet / Open Source / Netzkritik, Netzkultur, Netzkunst / Neitzbewegung, Netzaktivismus / E-Texte, Digitale Texte / Kino / Theater / Musik / Bücher / Verlage, Literatur / Zensur / Kunst / Satire, Humor
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| Systematik: | ID-Archiv id-e-724 |
| | Status: | Changed | | Checked: | 03-03-02 03:43:39 PM |
| | Adresse: | Kontakt: Radio X, Schützenstraße 12, 60311 Frankfurt Telefon Büro 069-29971 220 Telefon Redaktion 069-29971 222 Fax 069-29971 223 email: info@radiox.de Das Büro ist Montags bis Freitags von 10:00-14:00 Uhr erreichbar. |
| | Selbstdarstellung: | | Vier Jahre Radio X Am 22. September feiert Radio X seinen vierten Geburtstag. Vielen Dank an alle Hörerinnen und Hörer, die uns ihr Ohr schenken, uns durch ihre Mitgliedsbeiträge unterstützen, in Sendungen anrufen oder uns schreiben. Am besten erreicht ihr uns per email unter info@radiox.de. Allen „Neuen“ möchten wir Radio X kurz vorstellen. Radio X ist ein werbefreies Stadtradio, d.h. bei uns gibt es keine Unterbrechungen durch Werbung und Sponsoring. Das heißt aber auch, daß alle Sendungen ehrenamtlich gemacht werden. Im Verwaltungsjargon wird Radio X als nichtkommerzielles Radio bezeichnet, kurz NKL abgekürzt. NKLs sind die dritte Säule in der hessischen Radiolandschaft neben dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und den privaten Sendern. Insgesamt gibt es in Hessen sechs nichtkommerzielle Radios und zwar in Eschwege, Kassel, Marburg, Darmstadt, Frankfurt und zur Zeit noch ein gemeinsames Radio für Rüsselsheim/Wiesbaden. Zur Zeit laufen die Anträge auf Verlängerung der Lizenzen. Möglicherweise gibt es bald zwei getrennte Radios in den beiden südhessischen Städten. Nichtkommerzielle Radios sollen eine wirkungsvolle publizistische Ergänzung zum bestehenden Medienangebot sein. Im Programm sollen Inhalte und Gruppen auftauchen, die in den herkömmlichen Medien wenig oder gar nicht vorkommen. Viele Arten von Sendungen und Inhalten lassen sich z.B. im öffentlich-rechtlichen Radio nicht realisieren. Das liegt an den dortigen strukturellen Bedingungen bzw. bestimmte Sendungen sind dort auch nicht vorgesehen oder erwünscht. So gibt es z.B. im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kein Schwulenmagazin, obwohl nachweislich 7 – 8 % der Männer in Frankfurt schwul sind. Es ist auch nicht möglich, einfach eine eigene Sendung im HR oder bei FFH zu zu machen. NKLs sollen keine Kopien der öffentlich-rechtlichen oder privaten Sender sein, sondern eigenständige Sendeformen und Profile entwickeln, sie sind vor allem – im Gegensatz zu den meisten existierenden Radios – keine formatierten Radios; sie haben keine starren Formate, in die bestimmte Sendeformen dann nicht reinpassen und daher nicht realisiert werden. Wir als werbefreie Radios müssen auch keine Mainstream-Erwartungen erfüllen. Es hat viele Jahre gedauert, bis in Hessen Radios auf lokaler Ebene an den Start gehen konnten 1988 wurde hier in Hessen das hessische Privatrundfunkgesetz eingeführt. Demnach durfte nur ein einziger Anbieter in ganz Hessen zugelassen werden, der ein 24-stündiges Vollprogramm anbieten mußte. FFH bekam damals den Zuschlag für die Lizenz. Auf lokaler Ebene waren keine Radios vorgesehen, obwohl zu dem Zeitpunkt schon ganz klar Interesse angemeldet wurde. Es gab eine Initiative in Mainz/Wiesbaden – Radio Quer – und hier in Frankfurt Radio X. Erst im September 94 wurde das Privatrundfunkgesetz entsprechend geändert, nichtkommerzieller lokaler Rundfunk konnte zugelassen werden. Es dauerte ein weiteres Jahr, bis die Frequenzen ausgeschrieben wurden, dann noch einmal ein Jahr, bis dann Lizenzen erteilt waren und die Radios den Sendebetrieb aufnehmen konnten. Wir haben die Lizenz dafür bekommen, ein sogenanntes Vollprogramm zu machen, d.h. es muß erkennbar vier Elemente enthalten: Bildung, Beratung, Unterhaltung und Information; das muß sich im Programmschema niederschlagen und natürlich in den Sendungen selbst. Mit dem Lizenzantrag haben wir ein konkretes Programmschema eingereicht, das auch Bestandteil unserer Lizenz ist, d.h. wir können nicht nach Belieben Änderungen vornehmen und auf einmal ein reines Musikprogramm machen, ganz abgesehen davon, daß wir das auch nicht wollen. Das Programm und die Struktur von Radio X basieren im wesentlichen darauf, daß Gruppen, Initiativen, Vereine, die aktiv das gesellschaftliche, politische und kulturelle Leben in Frankfurt mitgestalten, ihre Aktivitäten ins Medium Radio hinein verlängern Sie sind Spezialisten für bestimmte Themen und können diese angemessen selbst am besten darstellen. Das entspricht auch den Vorstellungen des Gesetzgebers: Gruppen vor Ort sollen sich mit eigengestalteten Sendungen aktiv am Sendebetrieb beteiligen. Nach unserer Erfahrung hat sich dieses Model der sozialen Skulptur sehr gut bewährt und zu neuen Allianzen geführt. Die Fachhochschulgruppe „BCN-Radio“ hat im Radio z.B: die Literaturgruppe „Knallfabet“ kennengelernt. So kamen die ersten Frankfurter Poetryslams im BCN-Café zustande. Auch das Comedy-Duo Mundstuhl hat seine „Karriere“ mit einer Sendung bei Radio X begonnen. Und wie es aussieht, waren das nicht die letzten Comedystars, die bei Radio X aufgegangen sind. Wenn ihr Lust bekommen habt, selbst im Radio aktiv zu werden, so könnt ihr Euch an eine der Redaktionen bei Radio X wenden: an das Stadtmagazin Index, an die Veranstaltungsredaktion x wie raus, die Musikredaktion x-rotation oder aber an die Frühstücksredaktion scrambled x. Von Montag bis Freitag gibt es von 13.10 bis 14 h das Hörerfenster auf Radio X, in dem Hörerinnen und Hörer selbst ausprobieren können, eine Sendung zu machen. Hierfür gibt es monatliche Einführungskurse, für die man sich unter info@radiox.de anmelden kann. Radio X live im Internet http://www.radiox.de/live/ - auch über Frankfurt hinaus ist Radio X mit RealAudio live im Internet zu empfangen. Fördergelder der Landesanstalt für Privaten Rundfunk und die Unterstützung durch IP23 ermöglichen Radio X das Internetprojekt. Im Februar wurden für vier Stunden pro Tag gezielt einzelne Sendungen ins Netz gestellt. In einer zweiten Phase realisiert Radio X seitdem einen kompletten Live-Broadcast des gesamten Programms (Sounds&Tapes ausgenommen). Damit ist „X“ eine der wenigen kleinen Radiostationen im Netz. Ab Anfang September werden darüber hinaus ausgewählte Sendungen auch als Archivaufnahme zum Abruf per RealAudio-Streaming angeboten. Der Zeitplan der Internetübertragung: Mo-Mi 10:00-02:00 Do-Fr 07:00-02:00 Sa 10:00-02:00 So 12:00-02:00 Wer ist Radio X Mehr als ein Jahrzehnt nach den ersten Bemühungen um ein Stadtradio in Frankfurt und Offenbach ist Radio X seit 22. September 1997 on air. Weit über 100 Gruppen und Initiativen aus Frankfurt, Offenbach und Umgebung und viele Redaktionen, Pools und Autoren gestalten mit zusammengenommen mehr als 1000 Teilnehmern das vielseitige Programm, das von Themensendungen, Kulturprogrammen, Musikmagazinen über Information, Service, Beratung zu Features, Hörspielen und Klangexperimenten reicht. Radio X ist "Nichtkommerzieller Lokalfunk" ( NKL ) und finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen sowie aus öffentlichen Fördermitteln. |
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